FAQ - Fragen und Antworten zur Instrumentenversicherung -

  1. Was ist versichert und was bedeutet Allgefahrendeckung

  2. Unterschied Zeit- und Neuwertversicherung und wie ist Ihr Instrument richtig versichert?

  3. Wie wird der Instrumentenwert ermittelt?

  4. Brauche ich einen Wertnachweis?

  5. Versichere ich den Listenpreis oder den "Schnäppchenpreis" ...?

  6. Ist mein Instrument auch – nachts – im KFZ versichert?

  7. Ist für mein Instrument eine Hausratversicherung nicht günstiger?

  8. Was bedeutet die „Einrede der groben Fahrlässigkeit“...?

  9. Kann ich meinen Vertrag - ....- jederzeit ändern?

  10. Wie ist die Laufzeit des Vertrag

  11. Was soll ich bei einem Schaden tun?

 

Von der Hausratversicherung kennen Sie es vielleicht?! Dort wird genannt bei welchen Umständen die Versicherung zahlt. Das ist zum Beispiel: Feuer, Leitungswasser, Einbruch usw. Eine Liste der versicherten Gefahren gibt es bei der "Allgefahrendeckung" nicht, da Ihr Instrument prinzipiell gegen alle Gefahren versichert ist, denen es ausgesetzt ist. In den Bedingungen werden aber auch Bereiche genannt, die vom Versicherungsschutz ausgeschlossen werden.

Diese Ausschlüsse stecken die Grenzen des Versicherungsschutzes ab und sind, so denke ich nachvollziehbar. Oder sollte z.B. das vorsätzliche an die Wand werfen des Instruments versichert sein? Das könnte man natürlich auch mitversichern, nur würde dann der Versicherungsbeitrag in der Instrumentenversicherung wesentlich höher liegen müssen.

Fazit: Wir gehen von einer "normalen" Nutzung des Instruments aus und bieten mit der Allgefahrendeckung", trotz der Ausschlüsse, den, für Ihr Instrument bestmöglichen Schutz. Hier ein kleiner Auszug der durch mich am häufigsten regulierten Schäden. Die Zahl in der Klammer ist eine ca. Angabe der prozentuellen Häufigkeit:

  • Herunterfallen, Sturz, Anstoßen usw. (70%)
  • Transportschaden (auch im Flugzeug) (10%)
  • Abhandenkommen durch Entwendung oder auch Liegenlassen (10%)
  • Raub, Diebstahl usw. (3%)
  • Die Hausratgefahren: Brand, Blitzschlag, Explosion, Feuer, Leitungswasser, Sturm; Hagel, Elementarschäden (2%)
  • sonstige Ursachen (5%)

 

Bei der Zeitwertversicherung wird der Wert des Instruments zu Grunde gelegt, den es derzeit hat. Dabei wird das Alter und die Abnutzung berücksichtigt. In der Neuwertversicherung wird der Wert angesetzt, den Ihr Instrument derzeit neuwertig  (Listenpreis) hätte. Daraus ergibt sich als Anhaltspunkt:

  • Instrumente, die einen Wertverlust über die Zeit erfahren (z.B. E-Instrumente), sollten am besten mit einer Neuwert-Versicherung abgesichert werden.
  • Geigen zum Beispiel sollten, insbesondere, wenn sie hochwertig sind, über eine Zeitwert-Versicherung abgesichert werden. Teilweise ist bei sehr alten Instrumenten auch kein Neuwert mehr recherchierbar.  Alle 2-3 Jahre lassen sie dann am besten dem Instrumentenwert bei einem Instrumentenbauer überprüft und passen Ihre Instrumentenversicherung entsprechend an. Natürlich nur dann, wenn es nötig ist.

Einen Beitragsunterschied  bei der Zeitwert- oder Neuwertversicherung gibt es in der Sinfonima Musikinstrumentenversicherung nicht.

 

Den Wert Ihres Instruments legen Sie nach Ihrem Informationsstand fest. Sollten Sie sich nicht sicher sein, fragen Sie ein Instrumentenbauer oder -händler, wie er Ihr Instrument einschätzt. Eine weitere Möglichkeit zu einer Einschätzung zu gelangen ist googeln. Dort bekommt man ebenfalls gute Hinweise auf den Wert eines Instruments.

 

Generell vereinfacht es im Schadensfall die Abwicklung, wenn Sie einen Wertnachweis haben, insbesondere bei einem Verlust des Instruments. Dann hätten wir und auch Sie kaum die Möglichkeit ohne Wertnachweis die Versicherungssumme zu überprüfen. Folgendes sollten Sie beachten

  1. Ein Wertnachweis ist weniger aufwändig, als sie denken. Meist genügt die Anschaffungsrechnung, eine Aussage eines Instrumentenbauers- oder händlers oder auch eine Internetrecherche.
  2. Unterhalb von 10.000.-EUR Versicherungswert für ein Instrument, benötigen wir bei Abschluss einer Instrumentenversicherung keinen Beleg des Instrumentenwerts.
  3. Bei einer Versicherungssumme von 10.000.-EUR - 30.000.-EUR sollten Sie auf alle Fälle einen Wertnachweis "in der Hinterhand" haben, wenn einmal ein Schaden passiert. Gerne können Sie mir diesen bei Vertragsabschluss mit einreichen.
  4. Ab einer Versicherungssumme von über 30.000.-EUR benötigen wir zwingend einen Wertnachweis, für die Versicherung von Streichinstrumenten inklusiv eines Echtheitszertifikats.

Fazit: Der Nachweis des Instrumentenwerts dient vor allem IHRER Sicherheit und vereinfacht und beschleunigt die Erledigung eines Schadens

 

Der Wert des Instruments wird durch den Listenpreis (bei Neuinstrumenten) und durch den Zeitwert bei gebrauchten Instrumenten bestimmt. Wenn sie beim Instrumentenkauf ein "Schnäppchen" gemacht oder einen Rabatt ausgehandelt haben, entspricht der Kaufpreis nicht dem wirklichen Wert des Instruments. Versichern Sie, um einer Unter-Versicherung zu entgehen, immer den tatsächlichen Wert des Instruments. Sie sparen bei einer zu niedrig angesetzten Versicherungssummen ein wenig Beitrag. Im Schadensfall müsste ich aber die Unterversicherung anrechnen, und zahle von einer Reparaturrechnung nur einen Teilbetrag an sie aus. Das wird unter dem Strich für Sie teurer!

 

JA!  Mitbewerber bieten hier, insbesondere, wenn Sie Ihr Instrument nachts in einem unbewachten Auto belassen, keinen Schutz an. Wir schon!

 

Leider ist Ihr Instrument in der Hausratversicherung nur gegen die Gefahren Einbruchdiebstahl / Feuer / Leitungswasser und Sturm/ Hagel, also auf keinen Fall "voll" abgesichert. Ihr Instrument ist bei uns aber auch bei Transporten / Liegenlassen und Herunterfallen versichert.

Eine Reparatur am Instrument, wenn es einmal runterfällt, kostet schnell mehrere 100.-€. Das zahlt keine Hausratversicherung. Die falsche Versicherung kommt sie so teuer zu stehen. Detailierte Ausführungen dazu finden Sie zum einen tabellarisch aber auch ausgeführt hier: 

 

Sollte das Instrument z.B. einmal verloren gehen oder stehen gelassen werden, werden Mitbewerber in der Instrumentenversicherung prüfen, wie genau es zum Verlust gekommen ist, und eventuell eine grobe Fahrlässigkeit anrechnen. Somit tragen sie dann einen Teil des Schadens selbst. Bis zu einer Schadenhöhe von 2.500.-€ verzichten wir auf das geltend machen (Einrede) der groben Fahrlässigkeit und zahlen Ihre Entschädigung in voller Höhe aus. Bei Schäden oberhalb von 2.500.-€ werden auch wir prüfen, ob Ihrerseits grobe Fahrlässigkeit vorliegt.

Grob fahrlässiger Umgang mit Ihrem Instrument hätte noch vor einigen Jahren dazu geführt, dass die Versicherung komplett von der Zahlungsverpflichtung frei gewesen wäre. Dies ist heute nicht mehr so!  Es wird, je nach Schwere der groben Fahrlässigkeit, ein prozentueller Anteil bei der Entschädigung abgezogen.

Eine definitive Aussage der Größenordnungen bei den Abzügen, kann ich seriös nicht machen, da im Schadensfall die Begleitumstände immer unterschiedlich sind. Vielleicht hilft es Ihnen aber weiter, wenn ich sage:

  1. Je näher eine grobe Fahrlässigkeit an Vorsatz heranreicht, desto größer die Abzüge
  2. Bei der Bemessung der Abzüge haben wir keinerlei Interesse daran uns mit Ihnen auf lange Streitereien einzulassen und einigen uns daher meist einvernehmlich.
  3. Grober Fahrlässigkeit wird aus meiner Schadenerfahrung eigentlich nur bei Verlust des Instruments geprüft.

Fazit: Das Thema "grobe Fahrlässigkeit" spielt für sie bis zu einer Schadenshöhe von 2.500.-EUR keine Rolle...........und das bietet definitiv kein Mitbewerber in der Musikinstrumentenversicherung an. Bei Schäden oberhalb von 2.500.-EUR prüfen wir, wie jede andere Versicherung auch, die Begleitumstände, die zum Schaden geführt haben, dies eigentlich nur bei Verlust des Instruments.

 

Ein Wechsel der Instrumente oder des Zubehörs während der Laufzeit ist jederzeit möglich, egal, ob es sich um eine Heraus- oder Hereinnahme von Instrumenten in Ihre Instrumentenversicherung geht.

 

Der Vertrag läuft 1 Jahr und kann mit einer Frist von 3 Monaten zum Ablauf gekündigt werden. Sollten Sie nicht kündigen, verlängert sich der Vertrag automatisch um ein weiteres Jahr. Veränderungen im Vertrag, wie zum Beispiel die Herausnahme von Instrumenten und Zubehör und die Hereinnahme sind jederzeit möglich. Bei Wegfall des versicherten Risikos, zum Beispiel bei Rückgabe des Instruments an den Verleiher, kann der Vertrag - nach dem ersten Versicherungsjahr - auch unterjährig aufgehoben werden. Sie erhalten dann einen Rückbeitrag auf Ihren bis dahin gezahlten Beitrag zur Musikinstrumentenversicherung.

 

Kommen sie im Schadenfall per Mail oder telefonisch auf mich zu. Ich bin seit über 20 Jahren im  Bereich der Instrumentenversicherung tätig und kann ca. 85% der Schäden selbst, schnell und unkompliziert per Zahlungsanweisung bearbeiten. Dies kann ich durch eine Sondervollmacht des Versicherers für Sie sicherstellen.